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Das Bild zeigt das Content Marketing Skript der IU auf dem Schreibtisch von Martin Sosnowski

Content-Strategie für Einsteiger: Geplante Online-Strategie statt Aktionismus

Was dich auf dieser Seite erwartet:

Weißt du, nach welchem Plan du Content erstellst, der deine Zielgruppe überzeugt? Denn um Menschen mit deinem Social-Media-Auftritt oder deiner Website Kunden zu überzeugen, braucht es mehr als Aktionismus. Eine Content-Strategie hilft dir, die richtige Zielgruppe zu erreichen und ihnen zu zeigen, was du draufhast. Was jetzt nach einem Riesenaufwand klingt, lässt sich mit einer guten Planung und überschaubarem Aufwand umsetzen.

Also atme durch und schau, was du aus diesem Blogartikel für dich mitnehmen kannst. Eine Content-Strategie ist nichts anderes als die Straße, die dein Content nimmt. Ich habe bewusst das Wort „Straße“ benutzt, denn wenn du mit dem Auto unterwegs bist, dann hast du einen Startpunkt und ein Ziel. Dein Startpunkt ist der Ist-Zustand heute und dein Ziel ist alles, was du mit Content-Marketing erreichen möchtest.

Gerade für Einsteiger ist es wichtig, die Frage zu definieren: „Was möchte ich mit meinem Onlineauftritt erreichen?“ Denn ohne Plan passiert es oft, dass man durcheinander postet. Am Ende ist die Aussage dann: „Online-Marketing ist nichts für mich.“ Aber bevor du das sagst, stell dir bitte folgende fünf Fragen:

  1. Wo bist du online schon sichtbar?
  2. Erreichst du deine Zielgruppe?
  3. Erkennt dein Kunde, was du ihm bietest?
  4. Hast du auf all deinen Kanälen ein einheitliches Branding?
  5. Wird klar, warum er bei dir kaufen soll?

Diese Fragen und deine Content-Ziele helfen dir dabei, in deinem Unternehmen die richtige Content-Strategie zu wählen. Mit meinem Content-Labor machte ich die Erfahrung, dass eine gute Brand gerade im GEO wertvoll ist. GEO steht hierbei für Generative Engine Optimization und beschreibt die Auffindbarkeit in KI-Suchmaschinen wie zum Beispiel Perplexity. Wenn deine Markenidentität konstant über deine Kanäle läuft, weiß eine KI-Suchmaschine, wofür du stehst und wofür du Experte bist. Und für deine Kunden ist es leicht, den Prompt „Was weißt du über Schreinerei XYZ?“ Einzugeben.

Eine durchdachte Content-Strategie hilft dir also, dich perfekt für deine Zielgruppe zu positionieren. Zudem unterstützt sie dich dabei, ressourcenschonend Content zu erstellen, der auf deine Unternehmensziele einzahlt.

Was ist eine Content-Strategie?

Eine Content-Strategie ist der Plan hinter deinem Onlineauftritt und dem, was du veröffentlichst. Hier legst du folgende Dinge fest:

  • Für wen erstellst du Inhalte?
  • Was willst du mit deinem Content erreichen?
  • Welche Themen sind für dich relevant?
  • Welche Formate und Kanäle nutzt du?
  • Wie erkennst du, ob dein Content sein Ziel erfüllt?

Um das Ganze etwas greifbarer zu machen: Ein einzelner Blogartikel oder Instagram-Post ist eine Maßnahme. Das, was du strategisch geplant über Monate veröffentlichst, ist deine Kampagne. Diese Kampagne fährst du aufgrund deiner Content-Strategie. Das verhindert, dass du wild durcheinander postest, ohne zu wissen, was du als Nächstes online stellen sollst.

Hierzu bringe ich dir mal ein Beispiel eines Kaufes, den ich getätigt habe:

Im Februar 2026 habe ich mir den „Online-Marketing-Insider“ von Felix Beilharz gekauft. Er fährt eine Strategie, in der er seiner potenziellen Zielgruppe zeigt, dass er zu den Top-Experten Deutschlands für Online-Marketing gehört. Ich folgte ihm seit zirka 1,5 Jahren. Dabei sah ich seinen Content auf Instagram, LinkedIn und Webinaren. Er zeigte Expertise und gab dabei wertvolle Tipps. Also entschied ich mich, den Online-Marketing-Insider von ihm zu kaufen. Denn er zeigte mir, dass er zu den Besten gehört und es sich lohnt, sein Produkt zu kaufen.

Warum ist eine Content-Strategie wichtig?

Viele Menschen posten online wild durcheinander und wissen nicht, welches Format überhaupt Sinn macht. Das ist am Anfang auch okay und ging mir vor zwei Jahren genauso.

Hier wird ein Blogbeitrag geschrieben, wenn gerade Zeit ist. Auf Instagram wird gepostet, wenn spontan eine Idee im Kopf ist. Oder man macht bei einem Trend mit, weil es gerade alle machen. Der Ansatz ist nachvollziehbar, bringt aber langfristig deutlich weniger als eine gute Content-Strategie.

Ohne eine Strategie hast du zwar online noch Puls, aber deine Zielgruppe sieht nicht, dass in der Nähe ein Experte lebt, der ihre Probleme lösen kann. Durch einen strategischen Ansatz veröffentlichst du nicht einfach nur Content, sondern du baust Vertrauen auf und die Menschen spüren nach und nach, dass du ihnen ihre Bedürfnisse als Kunde erfüllen kannst. Idealerweise merken sie noch, dass du einen Vibe hast, der zu ihnen passt. Dadurch wollen sie lieber zu dir als zu einem Konkurrenten, der nicht mit ihnen auf einer Wellenlänge liegt.

Weitere Vorteile sind:

  • Eine strukturiertere Arbeitsweise.
  • Weniger Zeitverlust durch sinnlosen Content.
  • Hochwertiger Content, der relevante Fragen deiner Zielgruppe beantwortet.
  • Du erkennst schneller, welcher Content für dein Unternehmen funktioniert und welcher nicht.
  • Du baust eine hochwertige Sichtbarkeit als Experte auf.

Im Content-Marketing entscheidet kein viraler Beitrag, ob du Erfolg hast. Es ist das Zusammenspiel aus mehreren hochwertigen Content-Elementen und einer klaren Positionierung. Die kontinuierliche Verbesserung deiner Inhalte hilft dir dabei, Kunden zielgerichteter anzusprechen und von dir und deinem Angebot zu überzeugen.

Content-Marketing und Content-Strategie: Wo liegt der Unterschied?

Manchmal werden die Begriffe Content-Marketing und Content-Strategie durcheinandergeworfen. Deshalb möchte ich dir zunächst den Unterschied erklären:

Was ist Content-Marketing?

Content-Marketing ist eine strategische Marketingmethode, die dem Zielkunden wertvolle Inhalte an die Hand gibt. Das Ziel ist es, profitable Kundenbeziehungen aufzubauen. Das erreichst du, indem du dem Kunden dein Expertenwissen zeigst und ihm einen Mehrwert bietest. Dabei wird bewusst auf Push-Werbung verzichtet, bevor der Kunde von dir Mehrwert in Form von relevanten Inhalten bekommen hat.

Hierzu gebe ich dir mal ein Beispiel:

Ein deutscher Pionier im Content-Marketing ist Dr. Oetker. Bereits 1891 druckte das Unternehmen Backrezepte auf seine Backpulvertüten. Somit bekam der Kunde neben dem eigentlichen Produkt wertvolles Wissen, was er alles mit dem Backpulver Leckeres backen kann. Auch heute gibt Dr. Oetker viele Rezepte an seine Kunden weiter. Heute jedoch überwiegend digital.

Konkret heißt das für dich, dass du durch Content Inhalte in den digitalen Raum streust, um Kunden von dir zu überzeugen. So erhältst du Aufmerksamkeit, Reichweite und die Menschen nehmen dich als vertrauenswürdig wahr. Ich lade dich hier einmal ein, zu überlegen, wie du Content-Marketing für dein Unternehmen nutzen kannst.

  • Welche Tipps kannst du den Menschen als Sanitärfachbetrieb geben?
  • Wie könntest du als Zahnarzt Content-Marketing nutzen, um dich von anderen Zahnärzten abzuheben?
  • Wie kannst du es als Fitnessstudio mit Kursangebot nutzen?

Diese Gedankenspiele lassen dich sicherlich schon kreativ werden und erste Ideen finden. Ansonsten schau dir mal deine Konkurrenz an und frag dich:

  • Was macht die Konkurrenz gut?
  • Was gefällt dir da wirklich gar nicht?

Du kannst aber auch andere Branchen betrachten und die Marketingstrategie, unterstützt durch KI, schnell auf dein Unternehmen anpassen lassen. Hierzu gibst du der KI alles, was du über die Kampagne, die dich interessiert, weißt. Im Anschluss lässt du die KI das auf dein Unternehmen übertragen. Wenn du das dann noch mit Herz und Verstand anpasst, erhältst du erstaunlich gute Gerüste für eigene Kampagnen. Du musst dann nur den Feinschliff machen.

Content-Strategie:

Eine Content-Strategie ist dein Plan, wie du Content-Marketing durchführst. Dieser strategische Ansatz soll die Effizienz deines Content-Marketings steigern. Hier legst du Folgendes fest:

  • Was ist das Ziel deines Content-Marketings?
  • Wer ist deine Zielgruppe?
  • Welches Problem der Zielgruppe löst dein Angebot?
  • Welche Inhalte erstellst du?
  • Wo veröffentlichst du deinen Content?
  • Wann veröffentlichst du deinen Content?

Damit du verwertbare Erkenntnisse aus deiner Content-Strategie ziehst, solltest du diese mindestens drei Monate laufen lassen. So kannst du die Erkenntnisse für nachfolgende Kampagnen nutzen. Das lernte ich sowohl bei der IHK Köln als auch bei der IU-Akademie. Eine Aussage eines OMR-Education-Podcasts empfand ich als sehr wertvoll: Konzentriere dich zunächst lieber auf weniger Kanäle. Wenn diese dauerhaft gut laufen, ergänze um weitere.

Ich selbst starte mit Content Labor mit dem Blog und poste auf LinkedIn. So schaffe ich mir eine Content-Basis, welche ich später auf Instagram distribuieren kann. Das heißt, dass ich den Content des Blogs in kleine Häppchen aufteile. Diese werden dann als Reels und Carousels aufbereitet. Das verhindert, dass man sich mit zu vielen Kanälen gleichzeitig verheddert. Daher mein Tipp, damit du nicht im Content-Burnout landest: Erst eine gute Basis schaffen, dann skalieren.

Die Zieldefinition: Was soll dein Content erreichen?

Bevor wir uns überlegen, was Content erreichen soll, müssen wir uns vorerst von zwei Gedanken lösen:

  1. Dein Content soll schnell verkaufen.
  2. Dein Content soll alle begeistern.

Content-Marketing ist dem Umsatz und somit deinem Gewinn vorgelagert. Wenn du hochwertige und hochpreisige Angebote anbietest, wird der Kunde mehrmals mit dir und deinem Content in Kontakt kommen, bevor er etwas bei dir kauft. Das ist die sogenannte Customer Journey.

Wenn der Kunde weiß, dass du der beste Anbieter für ihn bist, kauft er bei dir.

Der Grund, wieso dein Content nie alle begeistert, liegt an seiner Form und an der Plattform. Content ist für TikTok mit schnelleren Schnitten erstellt als für Instagram. Deshalb gibt es nicht ein großartiges Video, welches alle Menschen begeistert.

Ziele für dein Content-Marketing können je nach Unternehmen folgende Punkte sein:

  • Die Steigerung deiner Reichweite.
  • Der Aufbau von Vertrauen.
  • Die Mitarbeitergewinnung.
  • Das Generieren von Aufträgen.
  • Abverkäufe tätigen.

Damit du deine Marketingziele erreichen kannst, ist es sinnvoll, dass wir uns zwei Modelle näher anschauen. Einmal die sogenannte Customer Journey und im Anschluss das AIDA-Modell.

Was ist die Customer Journey?

Stell dir vor, du hast Rückenschmerzen und suchst nach Lösungen. Du googelst und liest einen Blogartikel. Dieser Blogartikel ist auf der Website einer Physiotherapiepraxis mit einer Trainingsfläche. Später findest du Instagram-Beiträge über die Trainingsfläche in deinem Feed. Du schaust dir das Profil an und siehst dort hilfreiche Übungen gegen Schmerzen. Später schaust du dir die Kundenbewertungen an. Nach ein paar Kontakten buchst du dir ein Probetraining.

Der komplette Weg ist die Customer Journey. Die Kundenreise führt von der ersten Google-Suche bis zur Terminbuchung.

Es gibt also meist mehrere Berührungspunkte, bis ein Mensch eine Buchung oder einen Kauf tätigt. Häufig liest man in diesem Zusammenhang auch von sogenannten Touchpoints.

Warum ist die Customer Journey für dich wichtig? Weil Menschen selten bei einem ersten Kontakt mit einem Unternehmen kaufen. Das gilt insbesondere bei hochpreisigen Produkten oder bei Angeboten, die gesundheitssensibel sind. Das Probetraining wird in der Regel nicht bei der ersten Google-Suche oder dem ersten Instagram-Post gebucht.

Und genau deshalb setze ich auf Content-Marketing. Denn ich weiß, dass das regelmäßige Teilen von hilfreichem Content deinem Kunden zeigt, dass du der perfekte Experte für sein Anliegen bist. Wahrscheinlich weißt du jetzt, wieso ich in Zeiten von GEO immer noch auf einen kleinen und übersichtlichen Blog setze. Gepflegter Evergreen-Content verrät etwas über dich und bildet einen konstanten Touchpoint, an dem du dich präsentieren kannst.

Ein anderes Modell, welches ich anfangs leichter verständlich fand, war das sogenannte AIDA-Modell. Es stellt eine vereinfachte Darstellung der Kaufentscheidung dar.

Was ist das AIDA-Modell?

Das AIDA-Modell ist ein sogenanntes Werbewirkungsmodell, welches aus vier Stufen besteht. Diese bilden einen Kundentrichter, den sogenannten Funnel, ab:

  • A: steht für „Attention“, also Aufmerksamkeit.
  • I: steht für „Interest“, also Interesse.
  • D: steht für „Desire“, also Verlangen.
  • A: steht für „Action“, also Handlung.

Manche Content-Inhalte wecken die Aufmerksamkeit deines Kunden. Denn erst wenn der Kunde deine Aufmerksamkeit hat, kannst du von deinen großartigen Produkten berichten. Wenn du an die Bäckerei denkst, kann es eine Jumbo-Brötchentüte für die ganze Familie sein. Hierzu kannst du beispielsweise auf Social Media eine auffällige Werbeanzeige schalten. Hier sind wir im Bereich „Attention“.

Wenn ein Elternteil auf die Bäckerei aufmerksam geworden ist, setzt es sich auf dem Bäckerei-Profil mit den Angeboten und Vorteilen auseinander. Ist die Qualität vielversprechend? Sind die Zutaten gesund? Das ist die Phase „Interest“.

„Desire“, also Verlangen, kannst du wecken, wenn es für die Familientüte noch einen günstigen „Kinderbonus“ gibt. Gegen einen kleinen Aufpreis gibt es eine Packung Quarkbällchen extra. Für Eltern bietet die Bäckerei um die Ecke hier ein tolles Angebot.

Zur Handlung, im AIDA-Modell „Action“ genannt, kannst du den Kunden mit einem Call to Action auffordern. Beispielsweise, wenn es die Familientüte in Kombination sonntags bis 10.00 Uhr gibt.

Beim AIDA-Modell ist es wichtig, zu wissen, dass zwar viele Menschen auf die Aufmerksamkeit reagieren, aber nur eine begrenzte Anzahl zu Kunden konvertiert.

Wie produziere ich Content für meine Zielgruppe?

Ein Fehler im Content-Marketing ist Content für alle erstellen zu wollen. Dazu möchte ich dir ein Beispiel geben:

Stell dir vor, du hast eine Bäckerei. Dort verkaufst du Brot, Brötchen, Kuchen und Kekse. Deine Kundschaft ist vermeintlich „alle“. Denn von Jung bis Alt sind scheinbar alle Menschen deine Kunden. Doch in Wirklichkeit hast du verschiedene Zielgruppen. Diese können sein:

  • Ein Elternteil, das eine Brötchentüte für das gemeinsame Familienfrühstück am Wochenende kauft.
  • Senioren, die für den gemeinsamen Kaffee Gebäck kaufen.
  • Jugendliche, die sich nach der Schule eine Nussecke auf die Hand kaufen.
  • Singles, die ein halbes geschnittenes Brot kaufen.
  • Menschen, die sich für die Arbeit ein belegtes Brötchen kaufen.

Jede dieser Zielgruppen hat andere Bedürfnisse und wird auf anderen Plattformen unterwegs sein.

Was ist eine Customer-Buyer-Persona?

Um jede deiner Zielgruppen passend anzusprechen, helfen dir Customer-Buyer-Personas. Diese nenne ich nachfolgend kurz Persona. Für uns Menschen ist es häufig leichter, sich in eine konkrete Person hineinzuversetzen, als mit abstrakten Zielgruppen zu arbeiten. Deshalb erstellen wir eine Persona, um Content zu erstellen, der deinen Zielkunden erreicht.

Für die Bäckerei nehmen wir uns jetzt einmal den Menschen, der sein belegtes Brötchen kauft, raus. Anhand dieser noch schwammigen Person erstellen wir eine Persona.

Hier schauen wir uns mal ein paar Punkte an, die zu einer passenden Persona gehören:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Beziehungsstatus
  • Beruf
  • Einkommen
  • Werte

Die Persona kannst du anhand dessen erstellen, was du bisher bei deiner Kundschaft beobachtet hast. Im Idealfall machst du später Kundenbefragungen, um die Persona zu verfeinern. Denn deine erste Persona ist häufig nicht der wirkliche Kunde.

Wir nennen den Kunden Alex. Er wirkt wie ca. 38 Jahre alt. Dadurch, dass er immer gepflegt im Sakko ein Brötchen kauft, gehen wir davon aus, dass er im Büro arbeitet. Unsere Persona platzieren wir in der Wirtschaft.
Uns ist aufgefallen, dass er täglich bei uns einkauft. Das heißt, dass er vermutlich nicht mit einer Partnerin frühstückt. Daher gehen wir davon aus, dass er Single ist.
Da er jeden Tag sein Brötchen bei uns kauft, gehen wir davon aus, dass er zwischen 2.200€ und 2.500€ Netto verdient. Er kaufte dabei immer Vollkornbrötchen und legte darauf Wert, dass Salat mit drauf ist. Daher schließen wir, dass er gesund leben möchte, auch wenn er sein Essen nicht selbst zubereitet.

Ich habe dir hier eine sehr kurze Beispiel-Persona gebaut. Trotzdem fallen dir bestimmt plötzlich mehr Content-Ideen ein als für eine luftige Zielgruppe. Denn männlich, Ende 30 mit einem Einkommen von 2.200€ bis 2.500€, wirkt in meinen Augen deutlich weniger greifbar. In Alex und seine Wünsche und Bedürfnisse kann ich mich besser hineindenken. Damit das noch leichter geht, kannst du dir dazu mithilfe von KI ein Bild erstellen lassen. Ich habe hierzu Nano Banana 2 benutzt. Dazu gab ich den Prompt ein, dass von meiner Persona ein fotorealistisches Bild erstellt werden soll. Das ist übrigens einer der wenigen Fälle, wo ich KI-Bilder nutze.

Das Bild zeigt die Person Alex, wie er im Sakko zufrieden mit seinem Brötchen in einer Großstadt unterwegs ist. Das Bild wurde KI-Generiert.


Wenn du Alex in ein paar Monaten in einer Kundenbefragung interviewst, wirst du merken, wo wir die Persona korrigieren müssen. Das wird deinen Content langfristig auch verbessern.

Und sicher siehst du auch, dass du für Alex anderen Content erstellen solltest als für den Elternteil, der eine gemischte Brötchentüte kauft. Das Fazit ist, dass du mehrere Personas erstellst und entsprechenden Content veröffentlichst.

Was sind die richtigen Content-Kanäle?

Unterschiedliche Zielgruppen informieren sich auf unterschiedlichen Kanälen. Manche Menschen lesen gerne Blogartikel, andere informieren sich lieber über Social Media. Deshalb ist es bei einer guten Content-Strategie unerlässlich, die passenden Content-Kanäle zu wählen. Dazu nutze ich die ARD/ZDF-Medienstudie. Diese wird jedes Jahr veröffentlicht und gibt dir wertvolle Hinweise, wo sich deine Zielgruppen befinden. Sie bilden auch die Grundlage dafür, welcher Inhalt auf welcher Plattform veröffentlicht wird.

Wichtig ist in meinen Augen, nicht alles gleichzeitig aufbauen zu wollen. Das ist unnötig aufwendig und anstrengend. Zeit und Erfahrung machen dich auf Plattformen schneller und besser. Wenn ein Kanal sauber läuft, dann kannst du skalieren, ohne in Stress zu geraten und deine Basis zu vernachlässigen.

Für regionale KMU finde ich eine Website mit einem Blog sehr sinnvoll. Denn mit ca. 8 Evergreen-Artikeln, also Artikeln, die lange interessant sind, erreichst du Folgendes:

  • Du hast einen SEO-Boost, denn es gilt noch immer „Content is King“.
  • Du kannst Google-Bewertungen als Rankingfaktor nutzen.
  • Du hast einen zusätzlichen Touchpoint.
  • Du kannst deine Website samt Blog für dein Personal Branding nutzen.

Gleichzeitig bist du nicht so stark von Algorithmus-Änderungen betroffen, als wenn du nur auf Social Media setzt. Beachte bitte bei all deinen Kanälen, dass du einen einheitlichen Markenauftritt hast. Das hilft dir langfristig für KI-Suchmaschinen. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, schau dir gerne dieses Video an. Dort bekommst du von Magdalena Mues und Antonia Richter wertvollen GEO-Input.

Auf dem Bild siehst du  Magdalena Mues und Antonia Richter die auf YouTube wertvollen GEO-Input teilen. Die Folge heißt "Content-Optimierung für GEO: Aktualtität, Markenkonsistenz & multimediale Inhalte | Folge 25"


Jetzt, wo die Basis steht, kümmern wir uns darum, dass dein Content strukturiert online geht.

Redaktionsplan statt Content-Chaos:

Damit du konstant hochwertigen Content postest, hilft dir ein sogenannter Redaktionsplan. Was jetzt klingt, als würdest du in der Zentrale der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sitzen, kannst du am Anfang entspannt mit Excel machen. Dort hast du pro Kanal eine Spalte und dort trägst du ein, was du wann veröffentlichst.

Diese Content-Planung sorgt dafür, dass du nicht Feuerwehr spielen musst, weil ja noch schnell was auf Instagram soll. Ich plane meinen Content in der Regel 2–3 Wochen im Voraus und mache mir Gedanken, welche Themen ich behandeln möchte.

Ich halte den Redaktionsplan bewusst etwas dünner, so kann ich auch auf aktuelle Ereignisse reagieren. Hier gibt es jedoch kein Richtig oder Falsch Es kommt einzig darauf an, was zu dir und deinem Unternehmen passt. Hauptsache, es ist kein wildes Durcheinander.

Guter Content muss nicht kompliziert klingen

Weißt du, was mich die letzten 1,5 Jahre am meisten im Online Marketing genervt hat?

Vermeintliche Marketing-Gurus, die mir in einem Reel so viele Fachbegriffe um die Ohren gehauen haben, wie in ein Wörterbuch passen. Sie motivierten mich, das Content-Labor so aufzubauen, wie es ist: leicht verständlich.

Einstein wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Wenn du es nicht einfach erklären kannst, dann hast du es nicht gut verstanden.“

Dieses Zitat passt in meinen Augen hervorragend zum Content-Marketing, denn du weckst Vertrauen, wenn du hilfst und Dinge erklärst. Dazu gehört kein Buzzword-Bingo. In meinen Augen ist das eine gespielte Kompetenz, die sich für deine Kunden nicht gut anfühlt.

Meine Praxistipps für dein Content-Marketing

Wenn du deine Content-Basis hast, dann mache aus deinem Main-Content mehrere Content-Pieces.

Mein Main-Content ist der Blog. Dadurch, dass es Evergreen-Content ist, muss ich ihn nur regelmäßig aktualisieren. Dadurch verhindere ich, dass ich für die Website Content wie am Fließband produzieren muss. Ich passe alles auf den jetzigen Stand an und habe dadurch konstant aktuellen Content. Aus meinen Blog-Artikeln mache ich jeweils mehrere Social-Media-Posts. Diese passe ich an die aktuellen Plattformgegebenheiten an und kann dir somit kontinuierlich frische Marketingtipps geben, ohne mich in die Erschöpfung zu arbeiten.

Langfristig reduzierst du Stress, wenn du ein wenig Content auf Vorrat produzierst. Algorithmus- oder Plattformänderungen können es notwendig machen, dass du Neues lernen und testen musst. Hier sorgt ein wenig Luft für entspannteres Arbeiten.

Schau doch mal bei meinem Artikel Online-Marketing für KMU vorbei, wo du dein neues Wissen einsetzen kannst. Und wenn du schon weißt, dass du auf Social-Media-Kanäle willst, habe ich einen tollen Leitfaden für dich. Dieser hilft dir dabei deine Kanäle sauber aufzubauen.

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