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Das Bild zeigt, wie der Blogbeitrag aktuelle Blogbeitrag in WordPress eingepflegt wird.

Einen Blogbeitrag mit kostenlosen Google-Tools schreiben: SEO-Content für Anfänger

Du hast dich entschieden, die Menschen mit Content-Marketing von dir und deinem Unternehmen zu überzeugen? Dann zeige ich dir hier, wie du als Anfänger ohne Budget deinen ersten Blogbeitrag schreibst. Wir schauen uns gemeinsam die Themenauswahl, die Keyword-Recherche und die Nutzerintention an. Im Anschluss geht es an die Content-Erstellung. Das Ziel ist hierbei, dass du schnell und pragmatisch deinen ersten SEO-Content erstellst.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als Einsteiger mit kostenlosen Google‑Tools eine Content-Basis für deinen Blog aufbauen kannst. Unser Ansatz heißt dabei Lean Content. Wir arbeiten ressourcenorientiert, ohne billig zu wirken. Das Ziel von Lean-Content-Marketing ist es, Content mit eingeschränktem Budget zu erstellen. Den Content können wir im Nachgang bewerten und bei Bedarf optimieren und überarbeiten. Dabei siehst du, wann du Google-Tools nutzen kannst und wo ihre Grenzen liegen. 

Warum soll ich für mein kleines Unternehmen Blogbeiträge schreiben?

Ein paar gut geschriebene Blogbeiträge können der ausschlaggebende Punkt sein, wieso sich ein Kunde für dich entscheidet. Ein Blog ist somit ein wertvoller Teil deiner Content-Strategie. Du stellst nicht nur ein bisschen Text online. Du zeigst dich dadurch auf mehreren Ebenen:

  • Sichtbarkeit: Du wirst bei Google und in KI‑Suchsystemen gefunden.
  • Vertrauen: Du zeigst, dass du Probleme deiner Zielgruppe verstehst und professionell lösen kannst.
  • Positionierung: Du entscheidest, wofür du stehst und was du anbietest.

Ein Praxis-Beispiel, wie du als regionales Unternehmen einen Blog nutzt:

Stell dir vor, du hast einen Sanitärbetrieb. Bei einem potenziellen Kunden fließt das Wasser nicht ab. Leider gab es in den letzten Jahren Medienberichte über „Abzocker-Firmen“. Auch wenn du gute und ehrliche Arbeit ablieferst, weiß das dein Kunde nicht. Wenn ein Kunde jetzt die Google-Suche nutzt, um einen Fachbetrieb in der Nähe zu finden, bekommt er mehrere Unternehmen angezeigt. Wahrscheinlich wird er sich für das Unternehmen entscheiden, bei dem er sich am besten aufgehoben fühlt, und genau hier kann dir ein Blog helfen.

Gerade für kleine Unternehmen ist das ein wertvoller Hebel: Ein paar Evergreen‑Artikel, also Artikel, die nicht veralten, wirken über Jahre. Gib ein paar Erste-Hilfe-Tipps für verstopfte Rohre. Erklär ihm, was er bei einem tropfenden Wasserhahn tun kann.

Wenn es ihm hilft, behält er dich als vertrauenswürdiges Unternehmen für echte Notfälle im Hinterkopf, wenn dein Content alleine nicht ausreicht um sein Problem zu lösen, dann ruft er dich an. Durch ein paar Blogbeiträge hast du deinem Kunden gezeigt, dass du ihm helfen möchtest, statt ihn auszunehmen.

Warum sollte ich Blogartikel ohne professionelle Content-Tools schreiben?

Ich habe manchmal die Aussage gehört, dass es wenig Sinn macht, Blogartikel ohne Content-Tools zu schreiben. Das halte ich für falsch. Du kannst dir nach dem Lean-Content-Ansatz, also günstig erstelltem Content, einen Blog aufbauen. Und wenn deine Kunden aus der Region kommen, ist das unter Umständen vollkommen ausreichend. Kostenlose Tools liefern dir jedoch weniger genaue Daten als professionelle SEO-Programme. Für einen ersten Einstieg und regional tätige Unternehmen können sie jedoch vollkommen ausreichen. Der veröffentlichte Content wird dir Daten liefern, mit denen du deine weiteren Marketingmaßnahmen planen kannst.

Zu sehen ist ein Screenshot der Google Search Console der letzten 6 Monate. Der Screenshot zeigt steigende Impressionen, 178 Klicks, 3143 Impressions und ein durchschnittliches Ranking von 11,9.

Du siehst hier die Daten von „Content Labor“. Zu erkennen ist, dass die Seite Anfang März online gegangen ist. Zwar sind die aktuellen Zahlen noch klein, zeigen aber, dass Google meine Website zunehmend für relevante Suchanfragen testet. Wichtig ist hier nicht nur die Reichweite, sondern dass erste Impressionen für meine Kernthemen entstehen. Es ist wichtig, dass du über ein Phänomen Bescheid weißt: Durch AI-Overviews kann es vorkommen, dass Impressionen steigen, während weniger Nutzer auf einzelne Suchergebnisse klicken, weil sie einen Teil der Antwort bereits in der Google-Suche erhalten. Hier hast du aber die Chance, in den sogenannten Citations aufzutauchen. Das bedeutet, dass Google dich hierbei als Quelle für die AI-Overviews nutzt. Das macht einen Blog nach dem Lean-Content-Ansatz zu einer günstigen Branding-Maßnahme, in der du dein Unternehmen und deine Marke positionieren kannst.

Der Screenshot zeigt die Impressions der Search Console auf relevante Keywords.

Du siehst hier, dass Content Labor ohne Werbebudget bereits für erste Long-Tail-Suchanfragen aus meinen Kernthemen sichtbar wird. Das sind KMU und Menschen, die sich für die IU interessieren. Ich arbeite mit zwei sich gegenseitig verstärkenden Themen-Clustern. Zum einen Weiterbildung im Marketing, zum anderen Content-Marketing.

Hier ziele ich auf sogenannte Long-Tail-Keywords. Das sind spezifische Suchanfragen, die aus mehreren Wörtern bestehen. Sie haben meist weniger Suchvolumen, treffen dafür aber eine konkretere Suchabsicht.

Als Beispiel können wir uns die Keywords „Möbel“ und „Möbel in Köln kaufen“ anschauen. „Möbel“ wird mehr Suchvolumen haben, aber „Möbel in Köln kaufen“ wird Kunden zu dir führen, die nicht nur Informationen über Möbel suchen, sondern diese auch in Köln kaufen wollen.

Zu sehen ist der Einstieg in den Google Keyword Planer im Google Ads Konto.

Wie finde ich mit dem Google-Keyword-Planer relevante Keywords?

Zwar ist der Keyword-Planer eigentlich dazu da, Keywords für Ads-Kampagnen zu nutzen, du kannst ihn aber auch als Hilfe nehmen, um einen Blogbeitrag zu schreiben. Wenn du mit dem Keyword-Planer eine Keyword-Recherche machen möchtest, hast du in der Regel schon eine grobe Idee. Hier kannst du bis zu 10 Begriffe rund um deine Idee eintippen und dir die Ergebnisse anzeigen lassen. 

Der Screenshot zeigt die gefundenen Keywords im Google Keyword Planer.

Wie bewerte ich Keywords?

Damit du lohnende Keywords findest, ist es wichtig, diese auch zu bewerten. Denn nur weil viele Menschen nach einem Keyword suchen, heißt das nicht, dass es leicht ist, darauf gut zu ranken, oder dass die richtigen Menschen deinen Artikel finden. Du schaust dir hier zunächst bei den Keywords das Suchvolumen, also die durchschnittlichen Suchanfragen pro Monat, an. Als Nächstes schaust du dir den Wettbewerb an. Wenn du wenig Budget hast und auf die Keywords auch gut ranken möchtest, dann bieten sich zunächst vor allem Keywords mit geringerem Wettbewerb an. Wird der Wettbewerb stärker, müsstest du für relevante Rankings mehr Zeit und Budget aufbringen, um irgendwann auf Seite 1 in der Google-Suche aufzutauchen.

Achte aber nicht nur auf das Suchvolumen und deinen Wettbewerb. Das Keyword muss auch zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und der Suchintention passen. Es wird also auch vorkommen, dass du Artikel schreibst, in denen du gegen starke Konkurrenten antrittst.

Woher weiß ich, was der Leser wissen will?

Damit wir Content-Marketing machen, begeistern wir den Leser mit Mehrwert und liefern ihm das, was er will. Und auch hier hilft uns Google:

Das Bild zeigt einen Screenshot der Rubrik "Wird auch oft gesucht" der Google-Suche.

Die Rubrik „Weitere Fragen“ oder „People also ask“ gibt dir Impulse, die du in deinem Blogartikel aufgreifen kannst. Das hilft dir gerade bei Blogartikeln, die in die informationale Kategorie fallen, die richtigen Nutzerfragen zu beantworten. Hier achte ich darauf, dass ich nur nutze, was wirklich in den Beitrag passt. Wenn Vorschläge nicht zum Thema oder meiner Expertise passen, dann nutze ich sie auch nicht.

Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist es, in der Google-Suche dein Hauptkeyword einzutippen und im Nachgang das Alphabet durchzugehen. Google AutoSuggest zeigt dir dann weitere häufig genutzte Suchbegriffe an. Diese Informationen helfen dir, in deinem Blogbeitrag das Thema umfassend zu betrachten und dem Leser Antworten auf seine Fragen zu liefern. Dadurch entstehen viele semantische Keywords fast von selbst. Semantische Keywords sind hierbei Keywords, die zum Thema passen und Google Signale senden, dass du das Thema umfassend beleuchtest.

Der Screenshop zeigt, wie nach dem Keyword das Alphabet durchgegangen wird um vorschläge zu erhalten. Hier wird mit a begonnen.

Wie ist ein guter Blogbeitrag aufgebaut?

Ein guter Blogbeitrag muss zwei Anforderungen erfüllen: Google soll ihn verstehen und der Leser soll ihn gerne lesen. Wenn das funktioniert, können wir von einem guten Blogbeitrag sprechen.

Was macht für Google einen guten Blogartikel aus?

Für Google brauchst du eine klare Seitenstruktur. Eine H1-Überschrift, in der auch dein Hauptkeyword steht. Zudem brauchst du Zwischenüberschriften in H2 (und gegebenenfalls auch H3) und natürlich den Text. In deinem Text sollten die relevanten Keywords enthalten sein. Früher war die Keyworddichte ein wesentlicher Rankingfaktor. Diese ist heute aber in den Hintergrund getreten, da die semantische Relevanz wichtiger wurde. Das heißt für dich: Wenn du die Nutzerfragen gut beantwortest, nutzt du immer auch semantische Keywords. Und genau deshalb kannst du aktuell mit Texten mit Herz mehr erreichen als mit einem übertriebenen Maß an Keywords.

Wie sieht ein guter Blogartikel für deine Zielgruppe aus?

Damit der Blogartikel deine Zielgruppe anspricht, sollte er leicht lesbar sein und auch die Sprache des Kunden sprechen. Gerade bei Keywords lasse ich lieber einmal eines weg, bevor der Text schwer lesbar wird. Als Praxisbeispiel kannst du dir meinen Blogartikel Content-Marketing für KMU anschauen. Er gibt einen Überblick, wo ein KMU Content-Marketing nutzen kann, um seine Unternehmensziele zu erreichen. Hier arbeite ich im Bereich des Haupt-Keywords zurückhaltender als gewohnt, um den Lesefluss nicht zu stören.

Verlinke deine Blogartikel durch interne Links miteinander. Das bietet dem Leser eine angenehme Nutzerreise auf deiner Website und hilft Google zu verstehen, was thematisch zueinander gehört.

Wie strukturiere ich einen Blogartikel?

Ein gut strukturierter Blogartikel zeigt dem Nutzer in der Einleitung, was ihn in deinem Artikel erwartet. Inhaltlich folgst du einem logischen roten Faden. Die Abschnitte hältst du in einer übersichtlichen und gut lesbaren Länge.

Die Strukturierung hat mindestens die oben erwähnten H1- und H2-Überschriften. Das hilft zum einen dem Leser und zum anderen auch Google. Wenn du deinen ersten Blogartikel schreibst, kann die Strukturierung hin zu H3-Zwischenüberschriften eine Hürde sein. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung, wenn du in tiefere hierarchische SEO-Strukturen mit der Zeit hineinwächst. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und an erster Stelle zählt ein verständlicher Text für deinen Leser.

Mit welchem Program schreibe ich meinen Blogbeitrag?

Wenn du deinen Blogartikel konsequent mit Google-Tools schreiben willst, dann kannst du Google Docs nutzen. Apple bringt hier vorinstalliert Pages mit, aber du kannst natürlich auch Microsoft Word nutzen. Ich nutze ergänzend noch die kostenlose Rechtschreibprüfung von Scribbr.

Als Sparringspartner, um inhaltliche Lücken aufzudecken oder Denkblockaden aufzulösen, kann dir ein KI-Tool wie ChatGPT helfen. Achte hier darauf, dass du sauber promptest, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Das Bild zeigt die Nutzung von ChatGPT bei der Erstellung eines Blogbeitrages. ChatGPT wird die Rolle vorgegeben Experte für Content-Marketing zu sein.

Was sind die Vor- und Nachteile, wenn ich auf kostenlose Google-Tools setze?

Google-Tools sind super, um die ersten Schritte zu gehen und eine erste Basis zu schaffen. Trotzdem wirst du irgendwann an den Punkt kommen, an dem du andere Tools nutzt, um genauere Daten zu haben. So zeigt schon Ubersuggest genauere Werte, die bei der langfristigen Optimierung deines Contents helfen. So werden beispielsweise das Suchvolumen und die SEO-Difficulty hier detaillierter dargestellt. Die SEO-Difficulty zeigt dir an, wie schwer es ist, auf das angezeigte Keyword zu ranken.

Das Bild zeigt Ubersuggest als Tool zur keyword-Recherche.

Wann kann ich meine Content-Basis mit kostenlosen Google-Tools bauen?

Wenn du ein regionales Unternehmen hast, das ein Google-Business-Profil und Local-SEO nutzt, kannst du dir mit den kostenlosen Google-Tools ein Content-Fundament erstellen. Denn viele deiner Kunden finden dich über die lokale Suche und können sich über deinen Blog ein zusätzliches Bild von dir machen. Hier hast du die Chance, kostenlos eine Vertrauensbasis zu schaffen.

Anders sieht es aus, wenn du primär über digitale Kanäle Kunden aus dem ganzen DACH-Raum gewinnen möchtest.

Wann sollte ich mich für ergänzende Programme entscheiden?

Wenn du überregional Kunden gewinnen möchtest und darauf angewiesen bist, dass dich passgenaue Kunden über die Google-Suche finden, ist mein Tipp, ergänzend „Ubersuggest“ und „Answer the Public“ zu nutzen. Answer the Public zeigt dir sehr übersichtlich, was Menschen zu dem Thema wissen möchten, über das du gerade schreibst.

Das Bild zeigt die Nutzung von Answer the Public bei der Erstellung eines Blogbeitrages.

Das macht es leichter, die Bedürfnisse des Lesers zu erfassen und passgenauen Content zu erstellen. Aber das ist natürlich ein Weg, der sich entwickeln darf.

Dein erster SEO-Blogartikel muss nicht perfekt sein

Wie du siehst, brauchst du für deinen ersten Blogbeitrag weder ein umfangreiches Budget noch ein kostspieliges SEO-Tool. Viel wichtiger ist ein klares Ziel, ein Thema, das zu deiner Expertise passt, und ein gutes Gespür für das, was deine Zielgruppe wissen möchte.

Fang mit kostenlosen Google-Tools an, um erste Keywords und Nutzerfragen zu finden. Wähle daraus die Themen aus, die zu dir und deinem Angebot passen. Daraus erstellst du verständliche Blogbeiträge, die deiner Zielgruppe weiterhelfen. Nach der Veröffentlichung kannst du in der Google Search Console überprüfen, über welche Suchanfragen dein Artikel gefunden wird und ihn Schritt für Schritt verbessern.

Das ist dein Einstieg in den Lean-Content-Ansatz: Du startest mit den Ressourcen, die dir zur Verfügung stehen, sammelst echte Daten und entwickelst deinen Content auf der gemessenen Datenbasis weiter.

Möchtest du mehr Einblicke in Content-Strategie, SEO und Social Media? Dann vernetze dich auf LinkedIn mit mir oder folge dem Content Labor auf Instagram. Dort teile ich meine Erfahrungen aus dem Aufbau dieser Website und meiner Arbeit im Online-Marketing.